Foto: Martin Kempner
Schülerträume werden wahr

Lernen im Schlaf? Welcher Schüler träumt nicht davon. Mit der von der Solinger Grafik-Designerin Inge Heyen entworfenen Vokabelbettwäsche soll man diesem Traum ein wenig näher kommen.

Die Tür zum renommierten Ernst Klett-Verlag und seiner Pons-Wörterbuchreihe hat Inge Heyen schon vor drei Jahren aufgestoßen, als sie das Sprach-Bilderbuch   ··> Wie sagst Du dazu?   gestaltete, mit dessen Hilfe Vorschulkinder Grundbegriffe der türkischen, französischen, englischen und spanischen Sprache erlernen können. Bei Sprache ist die Grafik-Designerin geblieben, als sie ihr neuestes Produkt entwickelte. Mit dem Klett-Verlag arbeitete die 42-jährige erneut zusammen bei der Entwicklung ihrer Vokabelbettwäsche, die sich auf der jüngsten Frankfurter Heimtextil-Messe als Renner erwies.

Die Idee, Bettwäsche mit aufgedruckten Vokabeln auf den Markt zu bringen, hatte der Frankfurter Geschäftsmann Michael Durica, Heimtextil-Spezialist Herding ist für die Produktion der Wäsche zuständig, die es in Solingen exklusiv bei Mikrom Wasserbetten an der Goerdelerstraße gibt. Auch einige Versandhäuser haben die Neuheit im Programm, berichtet Inge Heyen. 126 englische Vokabeln sind zusammen mit den Zeichnungen, die Illustratorin Vera Brüggemann für den Pons-Verlag entwickelt hatte, auf der Bettwäsche zu finden.

Motive und Farbgestaltung

Für den Hintergrund der Motive, die Anordnung und die Farbgestaltung ist Inge Heyen verantwortlich, die seit elf Jahren in Solingen selbstständig ist und mit ihrem Freund in einem 400 Jahre alten Fachwerkhaus lebt, wo es neben ihrer Arbeit immer was zu tun gibt, wie sie verrät. Zunächst gibt es die Bettwäsche nur in einer blauen Farbstellung, doch weil Ideengeber Michael Durica keinen Ärger mit seiner Tochter bekommen möchte, ist bei Inge Heyen bereits eine Version in rosa in Arbeit. Durch den Umstand, dass viele Versandhäuser die Vokabelbettwäsche im Programm haben, rechnen die Hersteller ohnehin mit einem guten Absatz. Verschickt wird die Neuheit auch aus Solingen, wie Mikrom-Inhaberin Christa Klees versichert.

Hobbys kamen zu kurz

Was inzwischen als fertiges Produkt zum Verkauf bereit liegt, hat eine lange Vorlaufzeit gehabt, wie Inge Heyen versichert. Und ihre Hobbys Wandern, Radfahren und Inlineskaten kamen da so manches Mal zu kurz.

Info: Inge Heyen

Die selbstständige Grafikdesignerin Inge Heyen zählt neben dem Ernst Klett Verlag, für den sie auch schon das Sprach-Bilderbuch Wie sagst Du dazu? gestaltet hat, auch zahlreiche Solinger Unternehmen zu ihren Kunden. Zu ihren Auftraggebern gehören unter anderem auch Böker Baumwerk, CRH Hammerstein, Evangelisches Altenzentrum Ohligs, der Tourismusverband Bergisches Land, Walbusch und die Werbeagentur von Mannstein.

Solinger Morgenpost, 17. Mai 2008, von Annemarie Kister-Preuss